Beratung & Hilfe
Wie können Gesprächsgruppen Angehörigen helfen?

Pflegende Angehörige sind in vielfacher Weise von einer Demenzerkrankung mitbetroffen. Niemand kann und muss die Aufgaben von Betreuung und Pflege auf Dauer und ganz allein übernehmen.

Ziel von Selbsthilfe- und Gesprächsgruppen ist der regelmäßige Austausch von persönlichen Erfahrungen in den Kreisen von Menschen mit ähnlichen Erfahrungen. Viele Angehörige empfinden die Treffen als seelisch entlastend.

Das gemeinsame Gespräch, der Austausch von praktischen Tipps, Anregungen und Erfahrungen mit professionellen Hilfen vor Ort können den alltäglichen Umgang mit den Kranken erleichtern. Bei Bedarf können Expert*innen (z.B. Ärzte, Juristen, etc.) zu bestimmten Themen eingeladen werden.

Die Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz ist eine große Herausforderung. Pflegenden Angehörigen kommt nicht nur die Aufgabe der täglichen Begleitung, Anleitung und Versorgung des Demenzkranken zu.

Realitäts- und Verhaltensveränderungen erfordern zugleich die Annahme und Entwicklung veränderter Rollen und Beziehungen.

Viele Angehörige unterschätzen die Belastungen der Betreuung und es fällt ihnen nicht leicht neue Rollenanforderungen anzunehmen. Der persönliche Freiraum nimmt ab und es kommt leicht zu Überforderungen. Das Risiko, selbst zu erkranken oder in sozialen Rückzug zu geraten, ist hoch. Darum treffen sich Angehörige in Selbsthilfegruppen, um sich gegenseitig durch Informations- und Erfahrungsaustausch zu unterstützen und zu entlasten.

Hier erfahren Sie mehr zu den Angehörigengruppen:
https://www.alzheimer-hamburg.de/angebote/angehoerigengruppen

Was sollte nach Erhalt der Diagnose beachtet werden?

Nach Erhalt der Diagnose hat sich bei vielen Betroffenen als hilfreich erwiesen:

  • Sprechen Sie miteinander über die Diagnose. Informieren Sie sich, lassen Sie sich persönlich beraten.
  • Klären Sie, ob eine umfassende rechtliche Vollmacht vorliegt bzw. noch erteilt werden kann.
  • Beginnen Sie die Erkrankung zu akzeptieren. Suchen Sie Kontakt zu anderen Angehörigen.
  • Informieren Sie das engere Umfeld, prüfen Sie familiäre, nachbarschaftliche Unterstützung.
  • Informieren Sie sich über Leistungen der Pflegeversicherung und Unterstützungsangebote für Angehörige und Menschen mit einer Demenz.
Beratung

Je früher Sie sich über die Erkrankung und mögliche Hilfen informieren, umso besser können Sie vorsorgen, Entlastung herstellen und Lebensqualität erhalten!

Laden Sie sich hier weitere Informationen herunter: